Ob es sich bei verstärkten Abschuppungen der Kopfhaut um einfache Kopfschuppen oder eine zugrunde liegende Hautkrankheit handelt, kann der Hautarzt, der Dermatologe, meist bereits in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten (Anamnese) und der anschließenden körperlichen Untersuchung erkennen. In der Anamnese erfragt er, welche Beschwerden vorliegen, wann sie zum ersten Mal aufgetreten sind, welche Vorerkrankungen bestehen und welche Krankheiten, darunter auch Hautkrankheiten, in der Familie vorgekommen sind.
Um einer unreinen Haut entgegen zu wirken ist die richtige Pflege das A und O. Hier steht an erster Stelle die Reinigung und zwar sowohl morgens als auch abends. Morgens ist nicht unbedingt ein Waschgel nötig, bei manchen reicht warmes Wasser aus. Aber abends, sollte ein Waschgel oder eine Waschlotion verwendet werden. Nicht Alles, was teuer ist, ist auch gut. Es braucht eine Reinigung, die zum Hauttyp passt, am besten keine chemischen Zusätze enthält und sanft ist. Ergänzend kann ein sanftes Peeling helfen, das die Haut nicht reizt – jedoch maximal zweimal pro Woche, auf keinen Fall häufiger. Zusätzlich ist einmal wöchentlich eine Gesichtsmaske, welche auf die unreine Haut abgestimmt ist und keine schädigen Substanzen enthält, zu empfehlen (siehe Rezepte).

Generell ist bei vielen frei verkäuflichen Anti-Pickel-Produkten nicht garantiert, dass sie wirken wie erhofft: In einem dermatologisch begleiteten Praxistest des BR aus dem Jahr 2016 ließ sich bei den aknegeplagten Probanden nach zwei Wochen bei keinem der getesteten Produkte (eines mit Teebaumöl, eines mit Zink, eines mit Salicylsäure) eine merkliche Verbesserung des Hautbildes feststellen.
Auch bei inneren Erkrankungen zielt die Behandlung in erster Linie auf die zugrunde liegende Störung ab. Zusätzlich trägt eine geeignete Hautpflege dazu bei, dass ein angegriffenes Hautbild sich verbessert und dass keine Folgeschäden an der Haut entstehen. Besonders für Menschen mit Diabetes ist es wichtig, den Blutzucker gut einzustellen und gefährdete Hautpartien, etwa an den Füßen, sorgfältig zu schützen und zu pflegen (siehe dazu die Pflegetipps im Ratgeber "Diabetischer Fuß").
Häufige Ursache für fettige Haut ist die Ernährung. Mit ein paar Veränderungen am Speiseplan lassen sich die Symptome meist schnell lindern. Deshalb raten Experten, erst einmal an dieser Schraube zu drehen, ehe in den Hormonhaushalt eingegriffen wird. Das bedeutet: wenig Zucker, wenig Fett, denn beides regt die Talgproduktion an. Obst und Gemüse liefern dagegen Nährstoffe und regen die Talgproduktion nicht an. Und natürlich viel Wasser trinken.
Wenn die Hautschuppen das Symptom einer Grunderkrankung darstellen, steht im Vordergrund, dass diese Krankheit angemessen behandelt wird, sonst können sich auch die Hautschuppen nicht (zumindest nicht dauerhaft) zurückbilden. Hautschuppen im Rahmen einer Schuppenflechte können mithilfe von Salbenverbänden, die Wirkstoffe wie Harnstoff, Milchsäure oder Salicylsäure enthalten, abgelöst werden. Darüber hinaus ist es wichtig, auch entzündungshemmende Medikamente wie Cortison (Achtung: nicht zu lange anwenden, da die betroffene Haut sonst immer dünner wird), Dithranol oder Calcitriol (abgeleitet vom Vitamin D) anzuwenden. Bei schwerwiegenderen Symptomen kann von einer lokalen Therapie auf eine systemische Behandlung umgestiegen werden. Dann können zum Beispiel Retinoide (abgeleitet vom Vitamin A) eingenommen werden, um die Schuppen schneller zu lösen und das Zellwachstum zu hemmen. Außerdem können Substanzen eingesetzt werden, die das Immunsystem unterdrücken, zum Beispiel Methotrexat. Alternativen sind die Behandlung mit UV-Strahlung oder Laser, die allerdings nur unter strenger ärztlicher Überwachung erfolgen dürfen.
Diabetes mellitus: Menschen mit Diabetes haben sehr oft trockene Haut, die juckt und zu Entzündungen neigt. Verantwortlich ist ein vermehrter Flüssigkeitsverlust (siehe oben) aufgrund erhöhter Blutzuckerwerte. Eine Diabeteserkrankung kann zudem, vor allem bei schlechter Blutzuckereinstellung, zu Nervenschäden führen. In der Folge ist unter anderem die Schweißproduktion gestört. Die Haut überwärmt und trocknet leichter aus.

Eine schuppige Haut ist gleich doppelt unangenehm: Zum einen stellen die sichtbaren Hautprobleme ein kosmetisches Problem dar, das sich gerade im Gesicht oder an den Händen nur schwer überdecken lässt. Zum anderen geht schuppige Haut oft mit starkem Juckreiz oder Hauttrockenheit einher. Doch woher kommen die Beschwerden? Und was lässt sich dagegen unternehmen?
Wir können es nicht oft genug hören, denn wir vergessen es ja doch immer wieder. Ohne Wasser bewegt sich nichts in unserem Körper. Die Verdauung wird lahm, unsere Zellen werden nicht optimal mit Nährstoffen versorgt und unsere Haut erscheint schlaffer und fahler. Wasser hilft zudem, Gifstoffe aus unserem Körper zu spülen. Also: runter damit! Wenn dir Wasser pur nicht schmeckt, aromatisiere es mit Gurke, Zitrone, oder Früchten. Einen Teil deines Wasserbedarfs kannst du übrigens auch essen – in Form von Wasserhaltigem wie Suppen, Salat, Gemüse und Obst.
Bei Hautschuppen durch Pilzinfektionen sollten spezielle Antipilzmittel (Antimykotika) auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Diese gibt es, größtenteils rezeptfrei, in verschiedenen Darreichungsformen: als Puder, Cremes, Lösungen, Sprays und für therapieresistente Verläufe auch als Tabletten. Für die Haut werden besonders gerne Bifonazol, Clotrimazol oder Terbinafin eingesetzt. Wichtig ist, dass die Behandlung konsequent über drei bis vier Wochen (siehe Packungsbeilage) durchgeführt wird, selbst wenn die Schuppen schon früher verschwinden.
Kontaktekzeme: Ekzeme sind Hautausschläge, die manchmal auf eher fettiger Haut mit veränderter Talgproduktion (seborrhoisches Ekzem), oft jedoch auf trockener Haut entstehen. Sie sind Ausdruck für unterschiedliche Hautprobleme (siehe dazu den Ratgeber "Hautausschlag"). Trockene Haut ist allgemein anfälliger für Kontaktekzeme. Da hier die Hautbarriere häufig durchlässiger ist, reagiert trockene Haut auch empfindlicher, wenn sie mit Reizstoffen in Berührung kommt. Ein akutes Kontaktekzem kann zum Beispiel nach wiederholtem Einwirken von allergieauslösenden Substanzen wie Nickel, Konservierungsstoffen, Latex, Reinigungsmitteln auftreten. Zum einen ist trockene Haut also die Basis, auf der sich Ekzeme entwickeln können, zum anderen trocknet die Haut an den erkrankten Partien noch stärker aus.
Akne ist eine hormonbedingte Erkrankung, die vor allem von den männlichen Geschlechtshormonen (Androgene wie Testosteron) abhängt. Sie tritt vor allem in der Pubertät gehäuft auf, wenn die Hormone im Körper verrücktspielen. Denn dann nimmt die Produktion der Androgene stark zu (auch der weibliche Körper produziert geringe Mengen davon!). Die männlichen Hormone sorgen dafür, dass die Talgdrüsen verstärkt Hautfett produzieren. Bei Akne verengen sich die Ausführungsgänge der Talgdrüsen, sodass das oft dickflüssigere Hautfett nur schwer nach außen treten kann - der Talg sich staut. Übrigens: Östrogene - die weiblichen Geschlechtshormone - verhindern im Unterschied zu Testosteron unreine Haut eher.
Bei der Kopfhaut handelt es sich um die häufigste Stelle für schuppige Haut. Das ist dadurch bedingt, dass durch das häufige Haarewaschen sehr viel Wasser auf die Kopfhaut einwirkt, was zu Trockenheit führen kann. Des Weiteren können Shampoos und Spülungen die Kopfhaut reizten. Hier empfiehlt es sich, auf ein Kopfhaut schonendes Shampoo umzusteigen. Zu empfehlen ist hier Linola-Shampoo oder das sehr bekannte anti-Schuppen Shampoo „Head and Shoulders“.Diese Shampoos spenden der Kopfhaut auf milde Art und Weise Feuchtigkeit und helfen der Haut bei der Regeneration. Zusätzlich kann so auch meistens das fetten der Haare vermindert werden.
Zahnpasta ist ein Hausmittel, das angeblich gegen Pickel helfen und diese austrocknen soll – tut sie aber nicht. Manche Zahnpasten enthalten Zink, das antientzündlich wirkt. Der Inhaltsstoff Fluor kurbelt dagegen Entzündungen eher an. Außerdem entzieht Zahnpasta der Haut zu viel Fett. Es können sich rötliche und entzündete Hautstellen bilden. Zahnpasta kann die Symptome also eher noch verschlimmern.
Ein Peeling ist mindestens so wichtig wie die Reinigung. Es hält die Poren frei, verhindert Vernarbungen und sorgt für eine bessere Durchblutung der Haut. Einmal pro Woche reicht, denn zu häufiges Peeling kann die Haut unnötig reizen. Mit einem milden Peeling reinigst du schonend, am besten mit chemischen Peelings auf Enzym-Basis, die einmal wöchentlich angewendet werden.

Aloe Vera: Aloe-Vera-Gel eignet sich für jeglichen Hauttyp. Es ist besonders verträglich und kann sowohl bei extrem trockener Haut als auch bei Akne eingesetzt werden. Es enthält natürliche Salizylsäure, Aminosäuren und Enzyme, die die Haut effektiv unterstützen können. Zudem wirkt es kühlend, feuchtigkeitsspendend und gleichzeitig entzündungshemmend und antibakteriell.
Ist die Haut trotz der Schuppung fettig, lohnt sich der Gang zum Hautarzt. Der Hautarzt kann Cremes individuell für jeden Hauttyp in der Apotheke mischen lassen. Liegt ein anderer Grund für die Schuppung der Haut vor, muss ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Handelt es sich um einen Hautpilz, sollte mit einem Antimykotikum therapiert werden, um die Ausbreitung des Pilzes zu vermeiden. Handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, sollte eine systemische Behandlung angestrebt werden. Diese muss unter Umständen stationär über mehrere Tage oder Wochen erfolgen.
Die Hautbarriere "bröckelt", wenn die Haut Feuchtigkeit und Fette (Lipide) verliert und nicht mehr fähig ist, den Verlust auszugleichen. Dann trocknet die Haut aus. Um das zu verhindern, gibt der Körper normalerweise Flüssigkeit an die Oberhaut ab. Deshalb ist es zum Beispiel wichtig, ausreichend zu trinken. Zum anderen leiten die beiden unteren Hautschichten Lipide nach oben. Schließlich produzieren die in der Haut angelegten Talgdrüsen ein Fettgemisch, das die Hautoberfläche mit einem schützenden Film überzieht.

Der Wunsch ist groß, unserer Haut etwas Gutes zu tun, sie zu verwöhnen. Gerade wenn es ihr an etwas zu fehlen scheint. Doch genau dann ist bei Produkten Minimalismus angesagt. Dr. Irene Rosengarten, wissenschaftliche Leiterin der Kosmetikmarke La Roche-Posay: "Kosmetik für empfindliche Haut sollte deshalb nur ein Minimum und zudem höchstverträgliche Inhaltsstoffe enthalten, um das Irritationspotenzial zu senken."


Salicylsäure: Salicylsäure ist wohl der am meisten verwendete Stoff gegen Hautunreinheiten. Sie gehört zu den Beta-Hydroxysäuren, die tief in die Haut eindringen, die Zellerneuerung ankurbeln und abgestorbene Hautzellen effektiv lösen können. So wirkt Salicylsäure als sanftes Peeling. Zudem kann die Säure die Talgproduktion regulieren und Bakterien und Keime in ihrem Wachstum hindern.

Salicylsäure: Salicylsäure ist wohl der am meisten verwendete Stoff gegen Hautunreinheiten. Sie gehört zu den Beta-Hydroxysäuren, die tief in die Haut eindringen, die Zellerneuerung ankurbeln und abgestorbene Hautzellen effektiv lösen können. So wirkt Salicylsäure als sanftes Peeling. Zudem kann die Säure die Talgproduktion regulieren und Bakterien und Keime in ihrem Wachstum hindern.
Die Glücklichen unter uns, die mit makelloser Haut gesegnet sind, werden es vermutlich nie richtig verstehen: Wie es ist, morgens im Spiegel schon wieder einen neuen Pickel aufblühen zu sehen und das Gefühl, sich am liebsten wieder unter der Decke verkriechen zu wollen. Make-up lässt die Unreinheiten verschwinden, verstopft die Poren aber umso mehr, was zu weiteren Hautunreinheiten führen kann – ein Teufelskreis. Doch du bist nicht alleine! 80 Prozent der Deutschen leiden irgendwann in ihrem Leben einmal unter unreiner Haut. Und das nicht nur im Gesicht – genauso gibt es Pickel auf der Kopfhaut, den Armen, Beinen und im Intimbereich. Diese haben jedoch oft andere Ursachen. Wir haben die besten Tipps zusammengestellt, mit denen du deine Hautunreinheiten im Gesicht in den Griff bekommst.
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