Häufige Ursache für fettige Haut ist die Ernährung. Mit ein paar Veränderungen am Speiseplan lassen sich die Symptome meist schnell lindern. Deshalb raten Experten, erst einmal an dieser Schraube zu drehen, ehe in den Hormonhaushalt eingegriffen wird. Das bedeutet: wenig Zucker, wenig Fett, denn beides regt die Talgproduktion an. Obst und Gemüse liefern dagegen Nährstoffe und regen die Talgproduktion nicht an. Und natürlich viel Wasser trinken.
Anwendungen mit Honig und Gurken spenden Feuchtigkeit und versorgen die trockene Haut mit Nährstoffen. Ähnlich gut wirkt selbstgemachtes Gesichtswasser aus Karottensaft und Teebaumöl. Ein altes Hausmittel ist Eigelb, welches mit Olivenöl vermischt und in die Haut einmassiert wird. Zur Stärkung der Fettbarriere der Haut können Cremes mit Urea, Allantoin und Panthenol verwendet werden.
In der Lederhaut, medizinisch Dermis, liegen die Talgdrüsen. Sie produzieren kontinuierlich ein Gemisch aus Fettstoffen, den Talg. Der Talg besteht aus Triglyzeriden, Fettsäuren, Wachsen und Cholesterin sowie Proteinen, wobei die genaue Zusammensetzung individuell unterschiedlich ist. Deshalb ist auch der Fettigkeitsgrad der Haut von Mensch zu Mensch verschieden. Aufgabe des Talgs ist es, die Hautoberfläche zu fetten und so zu verhindern, dass sie austrocknet. Zudem schützt der Talg die Haut vor äußeren Einflüssen und dem Eindringen von Krankheitserregern.  
Zu wenig trinken: Die Haut ist auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper angewiesen. Sie braucht regelmäßigen Nachschub für die Flüssigkeit, die sie abgibt oder verliert. Wer über längere Phasen zu wenig trinkt, sein Durstgefühl unterdrückt, etwa in Stresszeiten, nimmt der Haut ihr Feuchtigkeitspolster. Sie wirkt fahl, wird rau und spannt. Vor allem ältere Menschen nehmen oft nicht genügend Flüssigkeit zu sich, da das Durstgefühl sich mit den Jahren verringert. Dadurch verliert die ohnehin schon trockenere Haut noch mehr an Feuchtigkeit.

Gründliche Reinigung ist das Wichtigste bei fettiger Haut. Sie beseitigt Hautschuppen, hält die Poren frei und entfernt Bakterien. Doch nicht alles, was sauber macht, ist auch gut für die Haut. Aggressive Reinigungsprodukte können die Haut reizen und Unreinheiten verschlimmern. Denn sie trocknen die Haut aus und regen so die Talgproduktion zusätzlich an. Zu starkes Rubbeln oder Reiben wirkt ebenfalls kontraproduktiv. Besser ist eine sanfte, aber gründliche Reinigung. Ideal sind pH-neutrale Waschgels, Reinigungsschaum oder leicht peelende Reinigungsprodukte. Sie sollten vorsichtig einmassiert und mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden. Danach auf keinen Fall das Gesicht trocken rubbeln, stattdessen mit einem frischen Handtuch das Wasser vorsichtig abtupfen.
Generell ist es wichtig, nachts das Make-Up gut zu entfernen. Dieses sollte mit einer Reinigungsmilch oder Reinigungsöl erfolgen. Auch hier ist auf die Verträglichkeit zu achten. Starkes reiben sollte vermieden werden. Es empfiehlt sich, bei schuppender Haut nach Möglichkeit das Make-Up ein paar Tage wegzulassen, damit die Haut sich erholen kann. Hier ist es gut, Luft an die Haut zu lassen.
Eine wichtige Rolle spielen auch die in den Anti-Schuppen-Shampoos enthaltenen Pflegestoffe. Sie können den Haaren Glanz, Glätte und Volumen verleihen, die Anwendung der Shampoos vereinfachen und deren Verträglichkeit verbessern. Dies sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Shampoos von den Betroffenen gern und regelmäßig benutzt werden – und nur dann können sie ihre volle Wirkung entfalten.
Und noch zuletzt: Nicht überpflegen. Denn zu viel kann sich genauso negativ auswirken wie zu wenig. Zu viel Reinigung mit zu scharfen Mitteln entzieht der Haut seine natürliche Schutzschicht und zu viele Produkte mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen korrelieren oft miteinander. Eine milde, regelmäßige Reinigung und eine gute Creme reichen aus, um tolle Ergebnisse zu erzielen.
Daneben gibt es mehrere Faktoren, die eine fettige Haut fördern können. So verstärkt sich bei vielen Menschen die Talgproduktion abhängig von den Jahreszeiten – meist im Frühjahr oder Sommer. Auch ein feuchtwarmes Klima kann zu fettiger Haut beitragen. Bei Stress steigt der Spiegel an verschiedenen Stresshormonen, welche ebenfalls Einfluss auf die Talgproduktion nehmen und dadurch fettige Haut fördern können. Ob eine einseitige oder ungesunde Ernährung hingegen zu fettiger Haut und Pickeln führen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.
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