Ständiges Wechseln der Produkte belastet die Haut – sie gerät unter Stress und reagiert eventuell mit Mitessern oder gar mit Pickeln. Auch wenn die Haut sehr unrein ist, verzichten Sie bitte auf scharfe Anti-Pickel-Produkte, diese trocknen die Haut aus und reizen sie. Sie reagiert mit noch mehr Talgproduktion. Besorgen Sie sich lieber für „Notfallpickel“ ein Gel, das Minze, Zink und Salicylsäure enthält.
Eine wichtige Rolle spielen auch die in den Anti-Schuppen-Shampoos enthaltenen Pflegestoffe. Sie können den Haaren Glanz, Glätte und Volumen verleihen, die Anwendung der Shampoos vereinfachen und deren Verträglichkeit verbessern. Dies sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Shampoos von den Betroffenen gern und regelmäßig benutzt werden – und nur dann können sie ihre volle Wirkung entfalten.
Die antioxidative Wirkung von Hafermehl wirkt sich positiv auf unsere Hautirritationen aus. Es reguliert den pH-Wert, spendet Feuchtigkeit und es macht eine zarte Haut. Gib einfach eine Tasse Hafermehl in eine Badewanne mit warmem Wasser und setz dich 20 Minuten hinein. Anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser abduschen und weg sind Juckreiz und Rötungen. Hafermehl kannst du im Reformhaus kaufen oder du pürierst einfach selbst einen Becher mit Haferflocken.

Symptome: Die Haut ist oft trocken und juckt. Die silbrigen Schuppenherde treten vor allem an Ellbogen, Knie, Streckseiten der Arme und Beine, im Lendenbereich und am Kopf auf. Die Erkrankung verläuft in Schüben. Mitunter erfasst sie auch Nägel, Handflächen und Fußsohlen sowie die Mundschleimhaut. Darüber hinaus können, je nach Form und Verlauf, unterschiedliche Gelenke erkranken.

Schuppenflechte ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die mit einer Verhornungsstörung einhergeht. Die typische Hauterscheinung zeigt sich in entzündlich geröteten Herden mit silbrig glänzenden Schuppen. Die Ausbreitung der Herde ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Jedoch beginnen diese stets mit einem kleinen, entzündlich gerötetem Fleck, der später von silbrigen Schuppen bedeckt ist. Schuppenflechte zeigt sich vor allem an den Streckseiten der Extremitäten, am behaarten Kopf und im Bereich des Steißbeins.


Wasser: Auch hier gilt es, ein Zuviel zu vermeiden. Sauberes Wasser reinigt unsere Schutzhülle und hilft ihr damit, sich von schädlichen Substanzen zu befreien, abgestorbene Hautpartikel zu entfernen und sich zu erneuern. Wasser kann die Haut aber auch auslaugen, ihr Fette und Feuchtigkeit entziehen. Wer zu lange im Badewasser ohne rückfettende Zusätze gelegen hat, spürt, wie die Haut danach spannt. Finger und Zehen wirken schrumpelig und wie aufgeweicht, die Zehenzwischenräume und Nägel sind anfälliger für Pilzbefall.


Sonneneinstrahlung: Einerseits nutzt die Haut das Sonnenlicht, um mit seiner Hilfe Vitamin D zu bilden (siehe unten "Vitamin-D-Mangel"). Ist die Haut jedoch länger und intensiv der Sonne ausgesetzt, fangen die betroffenen Partien an zu spannen, sie röten sich und können schmerzen. Die Barriere ist geschwächt, verliert Feuchtigkeit und Fette. Wirken die Sonnenstrahlen fortgesetzt ungehindert ein, schädigen sie die tieferen Hautschichten und lösen weitere Beschwerden aus, etwa Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Schwindel.
Symptome: Trockene Haut ist ganz typisch für eine Unterfunktion der Schilddrüse. Bildet das kleine schmetterlingsförmige Organ unter dem Kehlkopf zu wenige Hormone, verändert sich auch das Hautbild. Die Haut erscheint blass und teigig, vor allem im Gesicht, an Händen, Füßen und Unterschenkeln. Sie schuppt häufig. Auch die Haare werden trocken und brüchig. Manchmal fallen sie büschelweise aus.
Die Hautschuppenflechte, auch Psoriasis genannt, ist eine entzündliche Hauterkrankung. Sie tritt meist nach der Pubertät auf, und ist nur systemisch therapierbar. Die Psoriasis kann neben Hauterscheinungen auch mit Gelenkbeschwerden und Gefäßentzündungen einhergehen. Für die Therapie der Psoriasis stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Diese werden je nach Schweregrad der Symptome angewandt.
Die Behandlung zielt einmal auf eine mögliche zugrundeliegende Ursache ab. Wesentlich ist in jedem Fall eine intensive Pflege mit speziellen Cremes, die die Haut befeuchten, die Schuppen lösen und rückfettend wirken (siehe auch unten Abschnitt "Therapie"). Substanzen wie das Vitamin-A-ähnliche Acitretin werden in schweren Fällen auch innerlich eingesetzt. Am besten steuern Hautärzte mit besonderer Erfahrung in speziellen Zentren an Universitätskliniken die oft schwerwiegenden Krankheitsbilder. Besonders bei Neugeborenen, Kleinkindern, Jugendlichen und Frauen im gebärfähigen Alter sind Risiken oder Gegenanzeigen der Medikamente zu beachten. Gegebenenfalls kommt zusätzlich eine psychologische wie auch genetische Beratung infrage.
Dort wird mit Abstrichen, Untersuchung der Hautschuppen und allergologischen Tests versucht, die Ursache herauszufinden - eine echte Detektivarbeit. Wichtig ist, jedes Kosmetikum mitzubringen, das als Übeltäter infrage kommen könnte: Schminkprodukte, Pflege, Reinigung, aber auch Handcreme und Nagellack. Es geht aber auch einfacher: Seit Kurzem gibt es einen Weg, die für Allergien verantwortlichen Antikörper im Blut biotechnologisch aufzuspüren. Der "Immuno Solidphase Allergen Chip" ist mit 103 Allergenen präpariert, die bei Kontakt mit Blutserum reagieren oder auch nicht und damit anzeigen, was die Allergie auslöst. Das Verfahren kostet ab 200 Euro und wird von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen.

Auch die UV-Strahlung (Sonne) kann in einem geringen Maße heilend auf die Haut wirken. Hier ist natürlich auf die Dosis zu achten. Bei einer längeren Sonnenexposition muss unbedingt auf einen Lichtschutzfaktor geachtet werden. Bei dauerhafter Sonnenexpositon kann die Haut verfrüht altern, außerdem ist das Risiko für weißen Hautkrebs (Basaliom) und schwarzen Hautkrebs (Melanom) erhöht. Beide Krankheitsbilder müssen chirurgisch entfernt werden und bedürfen einer vermehrten Kontrolle des Hautarztes.
Bei der trockenen Haut ausgelöst durch Austrocknung sollten die betroffenen Hautpartien mit stark fetthaltiger Creme oder feuchtigkeitsspendenden Lotions behandelt werden. Sollte sich die trockene Haut trotz Behandlung noch verschlechtern, muss in Erwägung gezogen werden, dass es sich um Neurodermitis oder einen Pilz handeln könnte. Während ein Pilz heilbar ist, können bei Neurodermitis lediglich die Symptome gelindert werden.
Fettige bzw. unreine Haut entsteht aus der Trias von Talg, dem Verschluss der abführenden Wege des Follikels und dem daraus resultierenden Stau der Talgmassen. Dies ist ein ideales Substrat für eine bakterielle Besiedelung. Durch den übermäßig gebildeten Talg fallen an der Hautoberfläche vermehrt freie Fettsäuren an, was sowohl zu Hautreizungen als auch zu einer Änderung des physiologischen pH-Wertes führt. 
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