Ein Jahr zuvor vergab Ökotest an nur vier von zwölf getesteten Akne-Tinkturen ein „sehr gut“, alle anderen fielen durch. Und die Stiftung Warentest (4/2006) nahm ebenfalls zwölf Anti-Pickel-Mittel unter die Lupe. Getestet wurden die Anti-Pickel-Wirkung, Anwendung (z. B. Entnehmen, Auftragen, Hautgefühl) und die Verträglichkeit. Ergebnis: Drei Produkte waren gut, aber Wundermittel gegen unreine Haut gab es auch hier nicht.
Hormone haben ebenfalls Einfluss auf die Hautbeschaffenheit. Verändert sich der Hormonhaushalt im Alter, leiden viele Männer und auch manche Frauen unter trockener Kopfhaut und der damit verbundenen Schuppenbildung. Auch genetische Ursachen sind dafür verantwortlich, wie empfindlich die Haut und wie stabil der schützende Lipidfilm ist. Häufiges Haarewaschen mit einem zu aggressiven Shampoo gehört zu den typischen Ursachen für trockene Schuppen.
Generell ist bei vielen frei verkäuflichen Anti-Pickel-Produkten nicht garantiert, dass sie wirken wie erhofft: In einem dermatologisch begleiteten Praxistest des BR aus dem Jahr 2016 ließ sich bei den aknegeplagten Probanden nach zwei Wochen bei keinem der getesteten Produkte (eines mit Teebaumöl, eines mit Zink, eines mit Salicylsäure) eine merkliche Verbesserung des Hautbildes feststellen.

Hauterkrankungen können auch viralen Ursprungs sein. Hierzu zählt die Gürtelrose, ausgelöst durch den Herpes Zoster Virus. Nach einmal durchgemachter Windpockeninfektion, kann durch ein geschwächtes Immunsystem, erneut eine Zosterinfektion eintreten und dies in Form der sogenannten Gürtelrose. Dabei leidet der Patient unter einem mitunter äußerst schmerzhaften Hautausschlag, der in schlimmsten Fällen jahrelange Schmerzen nach sich ziehen kann.

Unter Effloreszenzen werden pathologische Hautveränderungen verstanden, die letztlich Ausdruck von Hautproblemen und Hauterkrankungen sind. Dabei werden primäre Effloreszenzen von den sekundären unterschieden. Ersteres sind Hauterscheinungen, die direkt durch eine Erkrankung der Haut ausgelöst wurden. Die sekundären Hauterscheinungen treten als Art Weiterentwicklung der primären Effloreszenzen zum Beispiel als Entzündungen in Folge der Hautverletzungen durch Kratzen auf.
Schuppen können unterschiedlich aussehen und beschaffen sein. Kleine Schuppen, die leicht vom Kopf auf die Kleidung rieseln, sind beispielsweise meist ein Zeichen für trockene Haut. Größere, fettige Schuppen, die gelblich glänzen und zunächst an der Kopfhaut haften bleiben, entstehen hingegen, wenn die Haut zu viel Fett bildet. Das ist etwa bei einem seborrhoischen Ekzem der Fall.
Da die Haut, nach naturheilkundlicher Sicht, einen Bezug zum gesamten Organismus hat, zielt die Therapie von Hautproblemen auf Maßnahmen ab, welche die Umstimmung und Entgiftung des Körpers anregen. Dabei werden neben der Haut auch die Ausscheidungsorgane Niere, Leber, Lymphe und der Darmtrakt miteinbezogen. Die Psyche besitzt ebenfalls einen hohen Stellenwert in der naturheilkundlichen Behandlung. So werden bei der Therapie, mit Hilfe einer ausführlichen Anamnese, seelische Belastungen und Stresssituationen des Patienten genau abgefragt und bei Bedarf durch geeignete Methoden mit behandelt. Entspannungsübungen, Autogenes Training, Yoga oder Meditation runden die Therapie ab.
Einige Patienten klagen gehäuft über Schuppen. Liegen sie über Monate vor und wirken im Handel erhältliche Shampoos nicht, ist ein Arztbesuch notwendig. In diesem Fall können andere Erkrankungen die Schuppenbildung hervorrufen. Der Arzt versucht die Ursachen zu beseitigen. Planmäßige Nachuntersuchungen werden bis zum Abklingen der Beschwerden vereinbart.
Sie wird auch Mannequin-Krankheit genannt oder medizinisch korrekt „periorale Dermatitis“, weil sich um den Mund (perioral) herum Pickel, Pusteln und Rötungen bilden. Betroffen sind Frauen zwischen 20 und 50, denen ihr Äußeres sehr wichtig ist und die immer top gestylt auftreten. „Eine chronische Überfeuchtung, Überpflege und dadurch bedingt ein Aufquellen der Haut wird deshalb als wahrscheinliche Ursache angesehen“, so die Expertin. Durch zu intensive Verwendung von Alkohol, Emulgatoren, Duft- und Konservierungsstoffen in Kosmetika wird die natürliche Schutzbarriere der Haut gestört, quillt auf und kann Feuchtigkeit nicht mehr speichern.
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Licht und Sonne sind zwei ganz hervorragende Naturheilmittel. Das bestimmte Mediziner die Sonne generell als schädlich betrachten, soll verstehen wer will. Aber vielleicht haben da auch einige in Biologie und Physiologie nicht richtig aufgepasst. Es kommt wie immer auf das richtige Maß an. Im Zusammenhang mit dem Vitamin D gehe ich da z.B. in meinem Beitrag: Böse Sonne - Gute Sonne ein oder in: Vorteile des Sonnenlichts.
Bei der Diagnostik werden Größe, Form, Anordnung, Begrenzung und Ausdehnung der Hautblüten unterschieden. So können diese scharf oder unscharf begrenzt, gruppiert oder konfluierend (zusammenfließend), lokalisiert oder aber generalisiert sein. Weiter wird die Hauterscheinung, je nach Aussehen, noch mit Namen versehen. Ein Fleck, zum Beispiel, ist eine Farbänderung, die sich im Hautniveau befindet. Erhabene, fest zu tastende Zellvermehrungen der Haut, werden, je nach Größe, als Papel, Knötchen oder Knoten bezeichnet. Weiter existieren Bläschen oder Blasen, dies sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, oder Pusteln, deren Inhalt aus Eiter besteht.Darüber hinaus bestehen noch Quaddeln, Zysten, Schuppen, Krusten, Narben, Rhagaden (spaltförmige Hauteinrisse) und Ulzera (Plural von Ulkus, Geschwür). All diese Hauterscheinungen unterschieden sich voneinander durch Form, Größe, Beschaffenheit, Anordnung und Ausdehnung.
Wie Kopfschuppen am wirksamsten bekämpft werden können, hängt unter anderem davon ab, welche Ursache sie haben. Auch wenn es sich nur um einfache Kopfschuppen handelt, die nicht mit einer Hautkrankheit wie dem seborrhoischen Ekzem oder der Psoriasis in Verbindung stehen, lohnt sich eine Behandlung, weil sie von vielen Betroffenen als kosmetische Beeinträchtigung erlebt werden. Anti-Schuppen-Shampoos können in vielen Fällen gut helfen.
Unter Acne Vulgaris versteht man eine entzündliche Erkrankung der Hautanhangsgebilde (Talgdrüsen und Haarfollikel). Bei Akne kommt es zu einer Überaktivität der Talgdrüsen, einer starken Verhornung der Poren und der Vermehrung von Aknebakterien. Diese Kombination führt zu stark unreiner Haut mit zahlreichen Mitessern (Komedonen), Pickeln und schmerzhaften, entzündeten Knoten, die unter Narbenbildung abheilen.

Eine Störung des schützenden Lipidfilms kann verschiedene Ursachen haben. Viele Menschen beobachten, dass sie nicht das ganze Jahr über unter trockener Kopfhaut leiden. Manchen macht Heizungsluft zu schaffen, die sehr trocken ist und in den kalten Jahreszeiten nicht nur die Schleimhäute, sondern auch die Haut vor Herausforderungen stellt. Wieder andere vertragen keine Hitze oder direkte Sonneneinstrahlung im Sommer. Auch Kälte kann bei sensiblen Personen zu einer Störung der Hautflora führen.
Die Rosacea ist eine chronische Hauterkrankung, die in Schüben verläuft, nicht heilbar ist und sich meist zuerst im Gesicht zeigt. Der Auslöser ist noch nicht bekannt, man vermutet ein gestörtes Gefäßnervensystem mit fehlerhafter Blutversorgung des Gesichts. Daneben können u.a. heiße und scharfe Speisen, Kaffe, Alkohol, Medikamente und intensive Sonneneinstrahlung die Entstehung begünstigen. Es zeigt sich ein gerötetes Gesicht, welches brennt oder stechend schmerzt. Die Rötungen gehen in Flecken über (Schmetterlingsareal), dazu kommt es zu Schuppungen, Pusteln, Papeln, Schwellungen und Ödemen. Die Haut verdickt sich, wird grobporiger, ähnlich einer Akne, aber ohne Mitesser. Über Jahre kann sich besonders bei Männern die markante Knollennase (Rhinophym) ausbilden.

Gerade bei Problemen der Haut ist eine ausführliche Anamnese wichtig, damit die richtige Therapie auch zum gewünschten Erfolg führen kann. Bei allergischer Komponente werden Unverträglichkeiten im Bereich der Nahrung, aber auch die Umgebung, in der der Patient lebt und arbeitet, hinterfragt. So können sowohl Nahrungsmittel, als auch Substanzen aus Wohnung und /oder Arbeitsplatz die Übeltäter für Hautprobleme sein. Für die Diagnose stehen einige Allergietests zur Verfügung. Bei starkem Juckreiz kommt ein Antihistaminikum zum Einsatz. Salbentherapien sollen die Haut beruhigen und antientzündlich wirken. In diesem Zusammenhang ist in hartnäckigen Fällen auch die Behandlung mit einem Kortisonhaltigen Präparat nötig. Des Weiteren werden antimikrobielle Therapeutika, Gammalinolensäurepräparate und UVA-Bestrahlungen der Haut eingesetzt. Immer häufiger wird die konventionelle Behandlung durch die Naturheilkunde ergänzt.
Ein Jahr zuvor vergab Ökotest an nur vier von zwölf getesteten Akne-Tinkturen ein „sehr gut“, alle anderen fielen durch. Und die Stiftung Warentest (4/2006) nahm ebenfalls zwölf Anti-Pickel-Mittel unter die Lupe. Getestet wurden die Anti-Pickel-Wirkung, Anwendung (z. B. Entnehmen, Auftragen, Hautgefühl) und die Verträglichkeit. Ergebnis: Drei Produkte waren gut, aber Wundermittel gegen unreine Haut gab es auch hier nicht.
Den Intimbereich ohne Seife/Duschgel waschen: Aufgepasst! Deine Geschlechtsteile sind quasi selbstreinigend, Frauen sollten es daher meiden, ihre Scheide mit Seife oder Duschgel zu reinigen, was ihren pH-Wert aus dem Gleichgewicht bringt. Der Abwehrmechanismus des Intimbereichs wird geschwächt und Krankheitserreger haben leichtes Spiel. Um Pilzinfektionen zu meiden, solltest du deine Scheide mit klarem, lauwarmen Wasser waschen - am besten mit den Händen, da Waschlappen und Schwämme zum Nährboden für Keime werden können.
Ob es sich bei verstärkten Abschuppungen der Kopfhaut um einfache Kopfschuppen oder eine zugrunde liegende Hautkrankheit handelt, kann der Hautarzt, der Dermatologe, meist bereits in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten (Anamnese) und der anschließenden körperlichen Untersuchung erkennen. In der Anamnese erfragt er, welche Beschwerden vorliegen, wann sie zum ersten Mal aufgetreten sind, welche Vorerkrankungen bestehen und welche Krankheiten, darunter auch Hautkrankheiten, in der Familie vorgekommen sind.
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